Beikost für Babys

Eine gesunde Ernährung

Seid Ihr unsicher, wie viel Beikost Ihr Eurem Kind füttern solltet? Unser Leitfaden zeigt, wie viel Brei für eine gesunde Entwicklung notwendig ist.

Für viele junge Eltern ist es schwer zu entscheiden wie viel ein Kind essen sollte, um eine gesunde Ernährung sowie eine gute Entwicklung zu gewährleisten. Wir haben für Euch die wichtigsten Ernährungsfakten zusammengestellt, die Euch aufs Gramm genau sagen, wie viel Beikost Euer Kind essen sollte. Aber habt keine Angst, wenn Euer Baby hin und wieder weniger Beikost zu sich nehmen sollte! Insbesondere am Anfang ist das ganz normal.

Was versteht man unter Beikost?

Etwa zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat Eures Kindes sollte die reine Milchernährung mit Mutter- bzw. Säuglingsmilch um verschiedene Breie erweitert werden. Diese Beikost garantiert Eurem Kind die Aufnahme wichtiger Mineralien und Vitamine und stellt die Energiezufuhr für die Entwicklung Eures Babys sicher. In unserem Beikostplan haben wir Euch drei verschiedene Brei-Arten vorgestellt. Jetzt zeigen wir Euch wie viel Euer Kind von diesen Breien zu sich nehmen sollte.

Wie gewöhne ich mein Kind an Beikost?

Aller Anfang ist schwer. Dies gilt insbesondere für die ersten Versuche Euer Baby an Beikost zu gewöhnen. Häufig verzweifeln junge Eltern daran, dass ihr Kind den Brei mit der Zunge aus dem Mund schiebt anstatt ihn zu schlucken. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Euer Kind den Brei nicht mag. Vielmehr muss Euer kleiner Schatz die motorischen Prozesse, die die Umstellung vom Saugen an der Mutterbrust zum Essen vom Löffel erfordert, erst verinnerlichen.

Daher ist gerade zu Beginn des Fütterns der Beikost viel Geduld notwendig und anfängliche Schwierigkeiten ganz normal. Euer Ziel sollte es zu diesem Zeitpunkt sein, dass sich Euer Kind an das Gefüttertwerden gewöhnt. Dies meistert Ihr am einfachsten, indem Ihr mit ein paar Löffeln Gemüsebrei startet.

Erst wenn Euer Baby etwa 90 g Gemüsebrei problemlos verspeist solltet Ihr diesen um eine Zutat ergänzen bis Ihr letztendlich beim empfohlenen ersten Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch angekommen seid.

Wie viel Brei sollte mein Kind essen?

Den ersten Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch reichert Ihr bestenfalls schrittweise auf 200 g an. Erst dann ersetzt dieser eine komplette Milchmahlzeit und ein Nachfüttern ist nicht mehr nötig. Für den ersten Brei werden vom FKE folgende Mengenangaben empfohlen:

  • Vierter bis sechster Monat: 90 g Gemüse, 40 g Kartoffeln, 30 g Saft, 20 g Fleisch, 8 g Rapsöl und Wasser nach Bedarf
  • Siebter bis neunter Monat: 100 g Gemüse, 50 g Kartoffeln, 35 g Saft, 30 g Fleisch, 8 G Rapsöl und Wasser nach Bedarf
  • Zehnter bis zwölfter Monat: 100 g Gemüse, 60 g Kartoffeln, 40 g Saft, 30 g Fleisch, 10 G Rapsöl und Wasser nach Bedarf

 

Ab dem sechsten Monat wird als zweite Phase der Beikost ein Brei aus Milch und Getreide gefüttert, der eine weitere Milchmahlzeit am Tag ersetzt.

  • Sechster bis zwölfter Monat: 200 g Milch, 20 g Getreide und 20 g Obst

 

Als dritter und letzter Teil der Beikost kann Euer Baby ab dem siebten Monat mit einem Brei aus Obst und Getreide ernährt werden, der wichtige Vitamine für die Entwicklung Eures Kindes liefert.

  • Siebter bis zwölfter Monat: 90 g Wasser, 20 g Getreide, 100 g Obst und 5 g Rapsöl

 

Mit dem Beginn des zweiten Lebensjahres folgt nun für Euch und Euer Baby der Übergang von der Beikost zur üblichen Familienkost. Hierbei sollte es Euer Ziel sein, dass sich Euer Kind nach und nach an fünf feste Mahlzeiten am Tag gewöhnt.

Wie wenig Beikost ist zu wenig Beikost?

Macht Euch keine Sorgen, wenn Euch Kind ab und zu mal etwas zu wenig isst oder eine Mahlzeit sogar ganz ausfallen lässt. Das Hunger- und Sättigungsgefühl eines Babys funktioniert in der Regel sehr gut. Daher solltet Ihr Euer Kind niemals zwingen, etwas zu essen. Lasst es lieber selber entscheiden, wann und wie viel Beikost es isst.

Darüber hinaus stellen die oben genannten Mengenangaben bloße Richtwerte dar. Daher sind Abweichungen ganz normal, da nicht nur jedes Kind anders ist, sondern der Hunger Eures kleinen Schatzes auch von seiner Tagesform abhängt. Erst wenn Euer Baby über einen längeren Zeitraum hinweg das Essen komplett verweigert, solltet Ihr einen Kinderarzt aufsuchen.

Seid Ihr unsicher, wie viel Beikost Ihr Eurem Kind füttern solltet? Unser Leitfaden gibt Euch klare Angaben, wie viel Brei für eine gesunde Entwicklung Eures Babys durchschnittlich notwendig ist. Unsere Richtwerte helfen Euch zwar bei der Orientierung, allerdings sind kleinere Abweichungen davon ganz normal und absolut kein Grund zur Sorge. Letztlich entscheidet der Hunger Eures Kindes darüber, wie viel Beikost gesund und sinnvoll ist und wie viel nicht.

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