Baby isst Beikost

Eine gesunde Ernährung

Ob fettiges Fast Food, zuckertriefende Erfrischungsgetränke oder die Tüte Chips am Samstagabend – mit bewusster Ernährung nehmen wir es oftmals nicht so ernst. Wenn es allerdings um das eigene Kind geht, wollen junge Eltern nichts falsch machen. Wir haben für Euch den perfekten Plan erstellt, um Euer Baby langsam aber sicher auf ebenso leckere wie nährreiche Beikost umzustellen.

Was versteht man eigentlich unter Beikost?

Beikost ist nichts anderes als Nahrung, mit der Ihr Euren kleinen Schatz füttert, sobald Muttermilch sowie Säuglingsmilch nicht mehr ausreichen.

Wenn Euer Kind etwa fünf bis sieben Monate alt ist, steigt dessen Nährstoffbedarf derart stark an, dass reine Milchmahlzeiten nicht mehr genügend Energie liefern. Daher steigen junge Eltern in dieser Zeit graduell auf zusätzlich zur Mutter- bzw. Säuglingsmilch gefütterten Beikost um. Dabei handelt es sich in der Regel um Brei, der aus verschiedenen gehaltvollen Zutaten bestehen kann.

Wie stelle ich die Ernährung meines Kindes um?

Der Übergang von Mutter- und Säuglingsmilch auf Brei sollte möglichst sanft erfolgen. Euer Baby benötigt viel Zeit, um die neuen Geschmacks- und Sinneseindrücke einzuordnen und zu verarbeiten. Daher hat es sich bewährt, die Beikost Schritt für Schritt einzuführen. Dies gelingt am einfachsten, in dem Ihr nach und nach eine weitere Milchmahlzeit durch Brei ersetzt.

Dabei solltet Ihr beachten, dass Ihr neue Lebensmittel stets nacheinander einführen solltet. Dies hilft Eurem Kind nicht nur dabei sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen, sondern unterstützt auch das Immunsystem Eures Babys und kann wichtige Hinweise auf potentielle Allergien gegen spezielle Lebensmittel geben.

Wie sieht der Beikostplan für mein Baby aus?

Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) haben einen Beikostplan erstellt, der in drei Stufen jeweils eine Milchmahlzeit am Tag durch einen Brei ersetzt.

Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass Euer Kind mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. So wird Mutter- und Säuglingsmilch vom Hauptträger der Nährstoffzufuhr Eures Babys immer mehr zur reinen Ergänzung.

  • 1. Brei: Gemüse, Kartoffeln und Fleisch

Der erste Brei für Euer Kind besteht aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch und sollte frühestens ab dem fünften Lebensmonat eingeführt werden. Das Hauptziel dieses Breis ist es vor allem, Euer Baby mit wichtigem Eisen und einer Vielzahl an Vitaminen zu versorgen. Führt die verschiedenen Zutaten dieses Breis unbedingt nacheinander ein, damit sich Euer Kind sanft und langsam an die Beikost gewöhnen kann.

  • 2. Brei: Milch und Getreide

Bereits ein paar Wochen, nachdem Ihr eine Milchmahlzeit am Tag durch einen Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch ersetzt habt, könnt Ihr eine zweite durch einen Milch-Getreide-Brei austauschen. Die in diesem Brei enthaltene Milch versorgt Euer Kind weiterhin zuverlässig mit stärkendem Eiweiß und unverzichtbarem Kalzium.

  • 3. Brei: Obst und Getreide

Nach einigen Wochen wird es Zeit für die dritte und letzte Phase des Beikostplans. Dieser Brei besteht aus Obst und Getreide und versorgt Euer Kind mit einer guten Portion Eisen.

Generell sind die Zutaten dieser drei Breie des Beikostplans austauschbar. Solltet Ihr euch dazu entschließen, eigene Kombinationen auszuprobieren, so solltet Ihr aber unbedingt die empfohlene Nährstoffzufuhr des FKE beachten. Übrigens sind viele Wiederholungen im Speiseplan Eures Kindes erwünscht!

Bekannte Geschmäcker geben Eurem Baby Sicherheit. Erst mit der Zeit wird es wichtig, Eurem Kind vorsichtig neue Lebensmittel zu zeigen, damit Euer kleiner Schatz neuen Geschmäckern später aufgeschlossener gegenübersteht.

Ganz wichtig: Junge Eltern sollten darauf achten, dass Kinder genug trinken. Sobald Ihr von reinen Milchmahlzeiten auf Beikost umsteigt benötigt Euer Baby zusätzlich Flüssigkeit. Anfangs sind dies etwa 200 ml am Tag. Ab der dritten Phase des Beikostplans sollte Euer kleiner Racker bereits 400 ml täglich trinken. Am besten eignen sich dazu Wasser und ungesüßter Tee.

Wie geht es weiter?

Etwa ab dem zehnten Lebensmonat erfolgt allmählich die Umstellung von Beikost auf die ganz normale Familienkost. Dabei ist es besonders wichtig, dass Ihr die Portionen Eures Kindes überhaupt nicht oder nur sehr sparsam würzt. Andernfalls könnte die Geschmacksentwicklung Eures Babys erheblich beeinträchtigt werden.

In einigen Fällen überspringen Eltern mit Ihrem Kind die Breiphase völlig. Dies ist problemlos möglich, wenn Euer Kind bereits gut kauen und schlucken kann und die Familienkost die Nährstoffzufuhr gewährleistet.

Die Umstellung von Mutter- und Säuglingsmilch auf Beikost stellt für Euer Kind einen wichtigen Schritt beim Größerwerden dar. Ihr solltet unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Nährstoffzufuhr achten, um die Entwicklung Eures kleinen Schatzes so gut zu unterstützen wie möglich. Und das Beste an der Beikost Eures Kindes ist, dass sie auch Mama und Papa ganz hervorragend schmeckt.

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