Übelkeit durch Rückwärtsfahren

Reiseübelkeit. Was genau das ist, ob Euch beim Rückwärtsfahren zwangsläufig übel wird und ob Ihr Eurem Baby mit einem Reboard-Kindersitz keinen Gefallen tut erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was ist Reiseübelkeit?

Reiseübelkeit äußert sich bei Eltern und Erwachsenen oftmals nicht nur durch Übelkeit, sondern auch durch innere Unruhe bis hin zu Schweißausbrüchen. Sie entsteht in der Regel dadurch, dass Eure Sinne widersprüchliche Eindrücke wahrnehmen. Zum Beispiel also dadurch, dass Eure visuelle Wahrnehmung im Auto Bewegung suggeriert, während Euer Gleichgewichtsorgan sowie Eure Körperbewegungsrezeptoren Stillstand wahrnehmen. Und zack, da ist die Übelkeit wieder.

 

Führt Rückwärtsfahren zu Reiseübelkeit?

Der Volksmund würde diese Frage wohl ohne zu Zögern bejahen. Allerdings ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Fahrtrichtung – ob nun vor-, seit- oder rückwärts – nicht der Auslöser für Reiseübelkeit ist. Weder bei Eltern noch bei Kindern. Allerdings kann Reiseübelkeit bei Menschen, die hierzu besonders veranlagt sind, deutlich schneller eintreten, wenn Ihr Euch in einem Fahrzeug rückwärts oder seitwärts bewegt.

 

Sind Reboard-Kindersitze für mein Kind geeignet?

Sogenannte Reboarder sind speziell konzipierte Kindersitze fürs Auto, in denen Säuglinge und Kleinkinder entgegengesetzt zur Fahrtrichtung platziert werden. Diese sind für Babys besonders sicher und erlauben es Euch Eltern, Euer Kind stets im Auge zu behalten und besser versorgen zu können.

Und keine Angst: Euer Kind wird in einem Reboard-Kindersitz ganz sicher nicht an Reiseübelkeit erkranken. Das Gleichgewichtsorgan Eures Babys ist nämlich erst frühestens ab dem vierten Lebensjahr weit genug entwickelt, um derartige Dissonanzen wahrzunehmen. Daher können wir Euch den Umstieg auf einen Reboarder nur empfehlen.

 

Was tun, wenn meinem Baby doch schlecht wird?

Zwar sind Reboard-Kindersitze nicht der Grund für Reiseübelkeit bei Babys und Kindern, allerdings kann es durchaus passieren, dass Eurem Kind im Auto schlecht wird. Dies liegt in der Regel an der Vielzahl an schnell wechselnden Bildern, die auf Euer Baby einprasseln. Für einige Kinder bedeutet diese optische Reizüberflutung leider, dass Ihnen im Auto schnell schlecht wird.

Sollte Euer Kind unter diesem Problem leiden, ist die Lösung ganz einfach. Viele junge Eltern haben uns berichtet, dass es Ihnen geholfen hat, das Seitenfenster einfach für einen gewissen Zeitraum abzuhängen. So konzentriert sich Euer Baby auf die Aussicht aus dem Kofferraum. Hier sind die Bewegungen deutlich langsamer und Eurem Kind wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so schnell oder gar nicht schlecht.

Betroffene Eltern verrieten uns außerdem, dass sie das Seitenfenster nach einer Weile nicht mehr abhängen mussten. Folglich lernt Euer Kind mit der Zeit, mit den schnell wechselnden optischen Reizen im Auto zurecht zu kommen. Dann heißt es für Euch Eltern nur noch, die Reisekrankheit für Euch selbst zu vermeiden.

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