Mutter nach der Geburt

Jeder Körper ist anders

In der Schwangerschaft hat sich in Eurem Körper viel verändert. Während des Wochenbetts wird dies durch ganz natürliche Vorgänge wieder rückgängig gemacht. Es ist geschafft! Euer Kind hat das Licht der Welt erblickt. Neun lange Monate reifte in Euch ein kleiner Mensch heran. In dieser ganzen Zeit hat sich in Eurem Körper sehr viel verändert.

Während des Wochenbetts, das die ersten Wochen unmittelbar nach der Geburt bezeichnet, werden diese Veränderungen durch ganz natürliche Vorgänge wieder rückgängig gemacht. Euer Körper wird wieder in den „Normalzustand“ versetzt. Dies verlangt von jungen Müttern einiges ab. Denn wer hat schon großartig Zeit, sich um sich selbst zu kümmern, während sich ein kleiner Säugling ganz dicht an ihn schmiegt?

Dennoch bedeutet die Zeit des Wochenbetts für Mütter auch eine Besinnung auf sich selbst und möglichst viel Entspannung, um sich auf die zahlreichen Veränderungen einzustellen. Die drei wichtigsten von ihnen stellen wir Euch hier vor.

Dank natürlicher Entwässerung zum Normalgewicht

Das Wochenbett bedeutet für junge Mütter eine Vielzahl an körperlichen und hormonellen Veränderungen. Diese natürlichen Prozesse dienen dazu, Euren Körper wieder in den nicht-schwangeren Normalzustand zu versetzen. Die Konzentration folgender Hormone wird beispielsweise drastisch reduziert:

  • Östrogen
  • HCG
  • HPL

Diese einschneidenden Hormonschwankungen gehen natürlich auch am Gemütszustand nicht unbehelligt vorbei. Gerade junge Väter und die Familie sind hier als Stütze und hilfsbereite Unterstützter gefragt. Körperlich wirkt sich die Reduktion dieser drei Hormone in der Art aus, dass die schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen in Eurem Körper allmählich abgebaut werden.

Da das überschüssige Wasser natürlich auch irgendwo hin muss, solltet Ihr Euch im Wochenbett auf ungewöhnlich große Mengen Urin von bis zu vier Litern pro Tag einstellen. Glücklicherweise sinkt aber nun auch Eure Anfälligkeit für typische Schwangerschaftskrankheiten wie Harnwegsinfekte, sodass Ihr während des Wasserlassens keine abnormen Schmerzen zu befürchten habt. Letztlich dient die Normalisierung Eures Körpers auch dazu, Euer Blutbild und endlich auch wieder Euer Körpergewicht auf den Ausgangszustand zu bringen.

Die Rückbildung Eurer Gebärmutter nach der Geburt

Am Ende der Schwangerschaft hat Eure Gebärmutter das Zwanzigfache ihrer üblichen Größe und ihres natürlichen Gewichts erreicht. Während des Wochenbetts normalisieren sich die Dimensionen Eurer Gebärmutter nun wieder. Dies wird unter anderem durch die Nachwehen, eine bessere Durchblutung und Hormone – die beim Stillen Eures Kindes ausgeschüttet werden – unterstützt.

Mütter, die den Normalisierungsprozess ein wenig ankurbeln wollen, können außerdem spezielle Kurse für Rückbildungsgymnastik besuchen. Doch auch hier gilt: Ruhe und Entspannung sind die zwei besten Freunde der frischgebackenen Mutter im Wochenbett.

Das Einsetzen des Wochenflusses

Direkt nach der Geburt beginnt für Mütter auch die Zeit des Wochenflusses. Dieser entsteht beim Abheilen der Gebärmutter und ändert sich folglich im Laufe der Zeit. Keine Angst! Die anfangs noch recht großen Mengen an Ausscheidungen relativieren sich allmählich, bis der Wochenfluss am Ende des Wochenbetts komplett aufhört.

Man kann es nicht oft genug betonen: Frisch gebackene Mütter brauchen kaum etwas mehr als viel Ruhe, Entspannung und Geborgenheit. Natürlich wollt Ihr so viel Zeit wie möglich mit Eurem Kind verbringen, aber auch einige entspannte Momente allein mit Euch und Eurem sich veränderten Körper sind unabdinglich, um Euch auf die neuen Begebenheiten einzustellen.

Euer Körper braucht viel Zeit und Muße, um wieder zu Kräften zu kommen. Hier unterstützt Euch nicht nur die Liebe zu Eurem Kind, sondern insbesondere auch der Zusammenhalt der Familie.

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