Schluckauf bei Babys

Muss Mama sich Sorgen machen?

Viele Eltern kennen das: Das Baby fängt ganz plötzlich zu Hicksen an. Doch das ist kein Grund zur Besorgnis, denn Euer Baby hat bereits im Mutterleib Schluckauf. Auch nach der Geburt kommt er noch häufig nach dem Stillen bzw. Füttern vor.

Schluckauf bereits im Mutterleib

Im Mutterleib beginnt der Embryo mit Atemübungen. Dies kommt schon ab dem dritten Monat vor. Dabei hebt und senkt das Kind den Brustkorb und Fruchtwasser wird durch das Zwerchfell gepumpt. Die Muskulatur wird dadurch trainiert und das Ein- und Ausatmen fällt dadurch später leichter. Die Luft, die dabei nicht gebraucht wird, entweicht und führt zu den kleinen Hicksern im Bauch.

Für die werdende Mama fühlt sich das so an, als ob der Bauch für ein paar Minuten im Sekundentakt zuckt und pocht. Manchmal bebt die ganze Bauchdecke. Ihr spürt die Hickser am deutlichsten, wenn Ihr abends zur Ruhe kommen wollt. Sanftes Streicheln des Bauches oder ein Bad, sowie eine heiße Milch mit Honig, kann zumindest Euch Mütter beruhigen.

Wie entsteht Schluckauf bei Babys?

Eure Kinder können natürlich auch nach der Geburt weiterhin Schluckauf bekommen – wie Ihr selbst auch. Vor allem nach dem Stillen bzw. Füttern kann er auftreten. Bei vielen Säuglingen beginnt er auch, wenn ihnen zu kalt ist. Die noch nicht vollständig ausgereifte Zwerchfellmuskulatur ist Ursache dafür.

Der Schluckauf entsteht, indem sich das Zwerchfell plötzlich zusammenzieht. Der Kehlkopfdeckel verschließt sich und die Luft kann nicht mehr austreten. Der Luftstrom prallt dabei gegen den Kehlkopfdecken und der Schluckauf entsteht. Der Rückfluss der Milch wird gestoppt, weil keine Luft mehr entweichen kann.

Was könnt Ihr dagegen tun?

Schluckauf tut Babys nicht weh, da sie es schon aus dem Mutterleib kennen und er meistens nach einigen Minuten von selbst wieder weggeht. Nach einigen Monaten ist der Schluckauf komplett weg oder er ist zumindest deutlich seltener als zuvor geworden.

Falls Ihr eurem Kind trotzdem helfen wollt, solltet Ihr folgendes tun: Gebt Eurem Kind etwas zu trinken. Oft reicht es aus, die Flasche nur kurz anzulegen oder etwas Wasser zu geben. Warme Getränke helfen jedoch besser als kalte. Je nach Alter ist es auch sinnvoll, einfach ungesüßten Tee zu geben. Nach jeder Mahlzeit solltet Ihr Euer Baby ein Bäuerchen machen lassen. Wenn Ihr es über die Schulter legt, klopft ihm einfach auf den Rücken, denn so können überflüssige Gase entweichen.

Außerdem kann Entspannung helfen. Nehmt Euer Baby und tragt es durch die Gegend oder massiert die Fußsohlen. Das Baby ändert seine Atmung, wenn Ihr ihm ins Gesicht pustet. Dadurch kann sich das Zwerchfell entspannen. Ebenfalls hilft es, wenn Ihr ein warmes Kirschkernsäckchen auf den Bauch legt.

Diese Dinge solltet Ihr vermeiden

Erschrecken hilft bei Babys nicht, um den Schluckauf zu beenden. Im Gegenteil, es bewirkt nur, dass Euer Baby Angst bekommt. Auch Luft anhalten und Traubenzucker sind ein Tabu.

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